Haltung zeigen und leben

Titelbild Blogrückblick Januar 2026: Haltung zeigen und leben – verschneite Hundewiese, vereister Weg und Blogthema „Wie Sprache unser Training prägt“
Geschätzte Lesedauer: 8 Minuten

INNsider Mantrailing Training

Lokale Trainingsgruppe

Der Winter hatte die lokalen Trainingsgruppen im Januar fest im Griff.
Mehrere Trainingstermine mussten kurzfristig abgesagt werden.

Große Mengen an Streusalz und Split stellten eine echte Herausforderung für Hundepfoten dar. Ohne diese Mittel waren viele Wege stark vereist. Beides ist für Mantrailing nur eingeschränkt geeignet. In einigen Fällen habe ich Trainings an andere Standorte verlegt, an denen ausreichend sicher geräumte Strecken zur Verfügung standen. Wintermäntel können für Hunde in dieser Zeit wichtig sein und werden beim Trailen selbstverständlich genutzt, sofern sie eine entsprechende Öffnung für die Leine am Geschirr haben.

Absagen gehören in solchen Situationen dazu. Sie sind im Sinne der Hunde notwendig und fachlich nicht verhandelbar. Gleichzeitig bedeuten sie für mich natürlich finanzielle Einbußen. Beides darf nebeneinander stehen.

Auch das gehört zur Arbeit mit lebenden Wesen und realen Bedingungen: Entscheidungen zu treffen, die Sicherheit und Wohlbefinden priorisieren – selbst dann, wenn sie unbequem sind.

Mantrailing Seminare

Im Januar habe ich die Onlinepakete für meine Präsenzseminare 2026 fertiggestellt.


Seit vielen Jahren erhalten die Teilnehmenden zu jedem Seminar vorab Zugang zu einem eigenen Onlinekurs. Dort sind alle konkreten Informationen zum Seminar gebündelt: Zeiten, Treffpunkte, Ablauf sowie Hinweise zum Umgang mit Foto- und Videoaufnahmen. Ergänzt wird das durch ein Workbook, Vorlagen für Trainingsprotokolle und ausgewählte Empfehlungen zu Büchern und Podcasts. Über diesen Kurs können auch die persönlichen Teilnahmebescheinigungen heruntergeladen werden. Nach den Seminaren stelle ich dort zusätzlich die angesprochenen Materialempfehlungen und Übungsanleitungen zur Verfügung.

Die allgemeinen Seminarinformationen habe ich bereits seit letztem Jahr unabhängig von einer Buchung zugänglich gemacht – über eine Registrierung für die Kursplattform. So lassen sich organisatorische Hinweise, Abläufe und auch Hotelinformationen bereits vor der Buchung eines Seminars einsehen. Das schafft Orientierung und erleichtert die Entscheidung.

In diesem Jahr habe ich die Inhalte außerdem neu strukturiert.
Der im Seminarpaket enthaltene Einsteiger-Workshop ist nun ein eigener Kurs. Für mich bedeutet das, dass Änderungen nur noch an einer Stelle gepflegt werden müssen. Für die Teilnehmenden verbessert sich die Übersicht deutlich – insbesondere, weil für den Download der Teilnahmebescheinigung nicht mehr zahlreiche Lektionen aus dem Einsteigerbereich als erledigt markiert werden müssen. Weniger technische Hürden, mehr Klarheit.

Da die Seminartermine für 2026 bereits größtenteils ausgebucht sind, habe ich zusätzlich eine Infoliste eingerichtet. So können sich Interessierte benachrichtigen lassen, sobald neue Termine online gehen.

Train the Trainer

Podcast und Blog:

Wie Sprache unser Training beeinflusst

Graue, schwebende Buchstaben im Hintergrund mit dem Schriftzug „Wie Sprache unser Training prägt – damit Mantrailing als Enrichment noch tiefer wirkt“.

Sprache im Hundetraining wirkt – oft lange bevor Training bewusst gestaltet wird.
Genau darum geht es in diesem Blogartikel und der verbundenen Podcastfolge.

Worte erzeugen innere Bilder. 🌱
Diese Bilder prägen, wie Verhalten verstanden, bewertet und eingeordnet wird.

Viele dieser Bilder entstehen aus alltäglichen Redewendungen.
Sie wirken harmlos, setzen jedoch Deutungsrahmen,
in denen Druck, Kontrolle und Gewaltanwendung leichter gerechtfertigt erscheinen.

Im Mantrailing als Enrichment bietet sich die Chance,
auch bei Menschen einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen,
die bisher wenig Anbindung an bedürfnisorientiertes Hundetraining haben.

Durch aufmerksames Lauschen auf die Alltagssprache können diese Bilder im Training sichtbar gemacht und eingeordnet werden.
So entstehen neue Deutungsräume –
durch bewusste Begleitung von Mensch und Hund 🌱

HOOK

Beitrag in der SitzPlatzFuss 62:
Mantrailing für jagdlich ambitionierte Hunde

Für die Ausgabe 62 der SitzPlatzFuss, deren Thma „Jagdverhalten“ ist, durfte ich einen Beitrag beisteuern:

Mantrailing für jagdlich ambitionierte Hunde

Der Artikel beleuchtet Mantrailing als bedürfnisorientierte Beschäftigung für jagdlich ambitionierte Hunde – jenseits von Auslastungslogik und Leistungsdenken.

Podcast feiert 10 000 Downloads

Podcast Mantrailing – Time to Shine! erreicht 10.000 Downloads – Das Bild zeigt das Podcastcover mit Astrid Sperlich, die im Gras neben einem Husky liegt.

Im Januar hat mein Podcast die Marke von 10.000 Downloads überschritten.
Diese Zahl steht für viele Menschen, die regelmäßig zuhören und sich mit den Inhalten auseinandersetzen.

Für Mantrailing als Enrichment.
Für Fragen, Perspektivwechsel und leises Weiterdenken.

Ein Shoutout an alle:

  • Stammhörer*innen
  • Hin- und Wieder-Hörer*innen
  • Neuhörer*innen
  • Stillhörer*innen
  • Weiterempfehler*innen

Es zeigt mir, dass der Podcast Menschen erreicht und etwas anstößt.

INNsider Membership 🧚‍♀️

In der Membership war der Januar insgesamt ruhig.
Auch hier waren die winterlichen Bedingungen präsent – mit ähnlichen Herausforderungen rund um Training, Anpassungen und gelegentliche Absagen.

Um die Plattform für den Austausch innerhalb der Membership gezielt an den Wünschen und Bedürfnissen der Teilnehmerinnen auszurichten, habe ich im Januar eine Umfrage durchgeführt. Die Ergebnisse fließen nun in die weitere Gestaltung der Communi-Gruppe ein und geben dafür eine klare Richtung vor.

Eben mehr als „nur“ Mantrailing…

IBH Weiterbildung aktueller Durchgang

Nach der Winterpause im Dezember fand im Januar wieder ein Onlinetreffen im aktuellen Durchgang der IBH-Weiterbildung statt. Thema war Mantrailing für Teams mit besonderen Bedürfnissen, mit Bettina Patzina.

Die Gruppenarbeiten haben gezeigt, wie differenziert und praxisnah die Teilnehmenden an dieser Fragestellung arbeiten. Viele Perspektiven, sorgfältige Überlegungen und tragfähige Lösungsansätze sind hier zusammengekommen.

Damit biegt dieser Weiterbildungsdurchgang nun langsam, aber sicher in die Zielgerade ein.

IBH Weiterbildung voriger Durchgang

Die Teilnehmer*innen des letzten Durchgangs der IBH-Weiterbildung planen bereits das nächste lockere Online-Treffen. Ich freue mich darüber, dass der Austausch innerhalb dieser Gruppe nach wie vor genauso lebendig ist wie während der Ausbildung – und dass der formale Abschluss daran wenig verändert hat.

Dieses Netzwerk und der Austausch waren uns von Anfang an ein wichtiger Bestandteil für die angehenden und später auch fertigen Trainer*innen.

✨ Mantrailing als Enrichment ✨

Train the Trainer Calls

Manchmal passiert es, dass Menschen zu einem kostenlosen Beratungs-Online-Call nicht erscheinen.

Ich bereite diese Gespräche vor, plane meinen Tagesablauf darum herum und halte mir bewusst Raum frei. Wenn ein Termin dann nicht zustande kommt, fühlt sich das für mich unstimmig an. Und ja – das ärgert mich.

Auch heute war das wieder so. Ich habe den Ärger als Anlass genommen, um meinen Prozess zu überprüfen. Dabei wurde deutlich, dass der Buchungsvorgang und die Texte der Bestätigungen an einigen Stelle klarer sein dürfen. Transparenz und Verbindlichkeit brauchen einen eindeutigen Rahmen.

Ich habe die Bedingungen für kostenlose Gespräche deshalb im Buchungsprozess präzisiert. Dazu gehören eine eingeschaltete Kamera, ein vorab ausgefüllter Fragebogen und ein pünktlicher Start oder eine rechtzeitige Absageinfo. Ich warte maximal 15 Minuten auf den Beginn. Wer in dieser Zeit nicht erscheint, hat den kostenlosen Termin genutzt. Für weitere Gespräche stehe ich natürlich weiterhin zur Verfügung, dann jedoch kostenpflichtig.

So habe ich den Ärger heute produktiv genutzt, um den Prozess zu verbessern und langfristig ähnliche Situationen zu vermeiden.
Diese Klarheit entlastet und schafft Orientierung – für beide Seiten.

Die INNsider Hundewiese im Januar

Parkplätze der Hundewiese

Parkhinweisschild: Stellflächen ausschließlich für Nutzer*innen der Hundewiese Ampfing während der Nutzung.

Auf der Hundewiese begleitet mich schon länger ein Thema rund um das Parken auf den Stellflächen.

Die Parkplätze sind den Mieter*innen vorbehalten, dennoch kommt es immer wieder vor, dass dort unberechtigt geparkt wird.

Mir ist wichtig, dass die Mieter*innen diese Stellflächen verlässlich nutzen können. Deshalb informiere ich falsch parkende Personen über einen Hinweiszettel am Auto. Leider erlebe ich immer wieder, dass sich einzelne der so angesprochenen Menschen im Anschluss darüber bei mir beschweren.

Um hier für mehr Klarheit zu sorgen und diese Situationen zu entschärfen, werde ich zusätzlich Schilder anbringen. Sie sollen den Rahmen sichtbar machen, bevor es überhaupt zu Missverständnissen kommt.

Sperrung der Wiese seit 13. Januar

Am 13. Januar habe ich die Hundewiese vorübergehend gesperrt. Da habe ich allerdings nicht geahnt, dass auch zum heutigen Stand (30. Januar) noch nicht absehbar ist, wann eine Öffnung wieder möglich sein wird.

Der Weg zur Wiese ist stellenweise extrem glatt und birgt eine erhebliche Sturzgefahr. Zusätzlich ist die Wiese selbst aktuell größtenteils von einer geschlossenen Eisdecke überzogen. Unter diesen Bedingungen besteht ein hohes Unfallrisiko – sowohl für Menschen als auch für Hunde.

Diese Verantwortung kann und möchte ich nicht übernehmen. Die Sperrung dient dem Schutz aller, auch wenn sie für mich selbstverständlich mit finanziellen Einbußen verbunden ist.

Entscheidungen wie diese gehören zur Arbeit mit realen Bedingungen dazu: Sicherheit und Wohlbefinden gehen vor, auch wenn das im Moment unbequem ist.

Mein Buchprojekt 🧭

Im Januar ist ein wichtiger Schritt passiert:
Das Buch ist nun bei der Druckerei – und wird damit im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Parallel dazu habe ich einen offiziellen Teaser erhalten: einen Blick ins Buch. Wenn Du magst, kannst Du hier direkt einen ersten Blick ins Buch werfen.

Hintergrundarbeiten & Persönliches

Persönliches

In diesem Monat habe ich außerdem das Interview mit Gerd Schreiber für eine kommende Podcastfolge aufgenommen. Ein Gespräch über LIFE nach E. Fernandez und Enrichment. Ich bin schon voller Vorfreude auf diese Folge, die Mitte Februar erscheinen wird.

Auch privat hat sich etwas verändert: Nach dem Verlust unserer Bartagame Jeffrey ist Nacho bei uns eingezogen – eine Bartagame aus dem Rosenheimer Tierheim. Ein neues Lebewesen im Haus, mit eigener Geschichte und eigenen Bedürfnissen, und nicht nur optisch ganz anders als Jeffrey es war.

Prozesse & Weiterentwicklung

Weil sich im Alltag konkrete Notwendigkeiten gezeigt haben, habe ich Prozesse überprüft und nachgeschärft. Meinen Ärger über einzelne Vorfälle habe ich dabei als Hinweis genutzt, genauer hinzuschauen, wo Abläufe mehr Klarheit und Verbindlichkeit brauchen.

Das zeigte sich sowohl bei den Train-the-Trainer-Calls als auch im Umgang mit wiederkehrenden Situationen auf der Hundewiese. Statt mich lange zu ärgern, habe ich die jeweiligen Prozesse überprüft, angepasst und klarer formuliert. Ziel war es, den Rahmen für alle Beteiligten transparenter zu machen und Situationen künftig frühzeitig zu entschärfen.

Diese Arbeit hat Zeit gekostet. Gleichzeitig wird sie sich langfristig auszahlen – mit mehr Klarheit und weniger misslungenen Abläufen, die unnötig Energie fressen.

Fortbildungen

  • Bianca Fritz: WortKost
  • Online Wochenend Symposium: Kein Platz für Gewalt
  • Dr. Lara Steinhoff: Beziehungsaufbau zwischen Mensch und Hund (dog-iBox)
  • Natalie Knaack-Enkelmann: IBH Trainer:innen Talk – Kralliküre – mehr als Krallenpflege 
  • Ines Scheuer-Dinger: Hibbeliger (Jagd)Hund Trainer*innen Seminar
  • Dr. Ute Blaschke-Berthold: 2-Tages-Online Seminar Aggressionsverhalten und Nasenarbeit 

Während dieser Rückblick online geht, bin ich auf dem Weg nach Aschaffenburg zur IBH-Jahreshauptversammlung und zur Fortbildung „Umgang mit Fehlern im Hundetraining: Ein Fehler ist eine Information“ mit Katja Frey. Das gesamte Wochenende ist diesem Thema gewidmet – und es knüpft inhaltlich sehr stimmig an vieles an, was mich im Januar beschäftigt hat.

Ich freue mich dabei besonders auf den persönlichen Austausch und darauf, Kolleginnen wieder live zu treffen. Lernen, Begegnung und gemeinsames Weiterdenken gehören für mich untrennbar zu professioneller Haltung dazu.

Gedanken im Januar

Der Januar hat mir deutlich gezeigt, wie eng Verantwortung, Entscheidungen und wirtschaftliche Realität miteinander verbunden sind. Die Kombination aus winterbedingten Ausfällen im Training und der vorübergehenden Sperrung der Hundewiese hat spürbare finanzielle Einbußen mit sich gebracht.

Das ist kein angenehmer Teil der Selbstständigkeit. Und gleichzeitig ist es genau der Punkt, an dem Haltung sichtbar wird: Sicherheit, Wohlbefinden und fachliche Verantwortung haben Vorrang – auch dann, wenn das wirtschaftlich unbequem ist.

Und dann war da noch das Online-Symposium „Kein Platz für Gewalt“ im Januar.
Die Veranstaltung war hervorragend organisiert, sehr gut besucht und fachlich breit aufgestellt. Besonders beeindruckt hat mich, wie viele hochkarätige Referent*innen das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet haben – sachlich, klar und mit spürbarer Haltung. Dass dabei eine Spendensumme von rund 10.000 € für das Tierheim Kaiserslautern zusammengekommen ist, spricht zusätzlich für die Kraft dieses Formats. Wie die Veranstalter sagten: Wir sind viele.

Inhaltlich hat das Symposium bei mir nochmals einen Punkt geschärft, der mir ohnehin wichtig ist.
Ansätze, die als „balanced“ bezeichnet werden, wirken auf den ersten Blick moderat und werden häufig als akzeptabel dargestellt. Dieser Eindruck täuscht. Sie sind es nicht.

Dort, wo Belohnung und aversive Einwirkung nebeneinanderstehen, fehlt dem Hund die notwendige Erwartungssicherheit. „Zuckerbrot und Peitsche“ erzeugen keinen klaren Rahmen, sondern Unklarheit darüber, was gilt und was als Nächstes passiert. Genau das macht diese Ansätze so problematisch.

Viele Trainer*innen, die sich als „balanced“ bezeichnen, grenzen sich verbal von deutlich aversiven Methoden ab und berufen sich auf eine vermeintliche „goldene Mitte“. In diesem Fall greift dieses Argument jedoch nicht: Die fehlende Erwartungssicherheit wirkt sich gravierend auf das Wohlbefinden der Hunde aus. Diese „Mitte“ ist nicht gold.

 

Klarheit in der Haltung bleibt mein Maßstab – auch dann, wenn Entscheidungen unbequem sind.

Du & Dein Hund – Findet Euren Weg!

Deine Astrid

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✨ Time to shine! ✨

Ich bin Astrid Sperlich, Fachfrau für ein Mantrailing Training, das Mensch-Hund Teams zum Strahlen bringt.

Mit fachlichem Scharfsinn und Blick auf die Bedürfnisse beleuchte ich Dein Training von allen Seiten. Ich unterstütze Dich dabei, Deinen Weg als Mantrailing Trainer*in zu finden. Vor Ort in Oberbayern & online, persönlich & in einer starken Gemeinschaft.

Für den IBH leite ich die Mantrailing-Trainer*innen Weiterbildung, die den Schwerpunkt auf Enrichment setzt. Meine Mission: Mensch & Hund mit Mantrailing wirklich glücklich machen und nicht nur auslasten. Probleme lösen, statt neue schaffen.