Der April war voll. Mit vielen Begegnungen, intensiven Trainingsmomenten und der ein oder anderen Herausforderung, die genaueres Hinschauen verlangt hat.
Zwischen Seminaren, Dreharbeiten, Weiterbildung und ganz viel Alltag zeigt sich einmal mehr:
Die eigentliche Qualität liegt oft nicht im Offensichtlichen.
INNsider Mantrailing Training
Mantrailing Seminare
Die erste Mantrailing-Woche des Jahres hat stattgefunden – mit vielen bekannten Gesichtern und genau dieser Mischung aus Vertrautheit und Weiterentwicklung, die solche Wochen für mich besonders macht. Und ja, auch mit der kleinen Herausforderung, mir wieder neue Ideen für das Eröffnungs- und Abschluss-Event zu überlegen.
Bei dieser Mantrailing-Woche hat auch eine Kollegin die Möglichkeit genutzt, ohne Hund teilzunehmen und so einen umfassenden Eindruck vom Training zu bekommen.
Eine Woche lang waren wir hier im Landkreis unterwegs, haben gemeinsam getrailt, ausprobiert, angepasst und immer wieder gestaunt, was unsere Hunde mit ihrer Nase alles können.
Was wir konkret gemacht haben? Für jeden Hund ausgewählt, was gerade passt. Und das kam dabei raus:
- die Leinenlänge als Stellschraube für das Tempo
- besondere Aufgaben für Abwechslung – vom P-förmigen Trail bis zu Türanzeigen
- die Einführung von Negativ-Arbeit, konkret ein Negativ-Abgang
- die nächsten Schritte nach dem Antrailen
- einen Trail unterbrechen und an anderer Stelle wieder aufnehmen
- Leinenhandling ganz bewusst unter der Lupe
- und auch mal einen wirklich langen Trail ausarbeiten lassen
Leider musste eine Teilnehmerin aufgrund der Erkrankung ihres Hundes die Woche vorzeitig beenden. Dadurch konnte die passiv teilnehmende Kollegin an den letzten beiden Trainingseinheiten dann selbst noch trailen.
Kooperation dreier Mantrailing Trainerinnen der Region für einen Dreh des Bayerischen Rundfunks
Anfang März hat mich die liebe Kollegin Vanessa Klein aus Markt Schwaben um Unterstützung gebeten. Eine Journalistin des Bayerischen Rundfunks hat sich bei ihr gemeldet, weil sie gerne einen Fernsehbericht über ihr Mantrailing Training erstellen möchte. Der Plan: Ein Kamerateam begleitet sie bei einem Training, filmt die Hunde, stellt Fragen und erstellt dann einen Fernsehbericht für den BR daraus.
Natürlich habe ich Vanessa meine Unterstützung für das Projekt zugesagt. So haben wir im Vorfeld zusammen mit der Journalistin den Ablauf besprochen und was uns wichtig ist.
Denn Vanessa und mir war besonders wichtig, ein realistisches Bild von unserem bedürfnisorientierten Mantrailing zu zeigen und entsprechend dieser Philosophie die Hunde auf ihrem Trail so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Auch nicht für einen Fernsehbericht.
Danach haben wir uns Gedanken über die Teams gemacht. Und da kommt Tina Dörner, eine wunderbare Kollegin aus Bayerbrunn ins Spiel. Denn sie und Lila sind ein Dreamteam und für einen Dreh eines Trails bestens geeignet. Tina sagte zu und so wurde aus diesem Dreh auch ein Projekt, bei dem drei Mantrailing Trainerinnen sich gegenseitig unterstützten und sich gemeinsam für ein bedürfnisorientiertes Mantrailing einsetzen. Ganz ohne Konkurrenzdenken.
Es kamen an dem Tag noch drei weitere Mantrailing Teams aus Vanessas und meinem Kund*innenkreis, die in Begleitung des Kamerateams trailten. Und so konnte das Team des BR auch live erleben, dass allein die Tatsache, dass sie, also ein Tontechniker mit seiner Ausrüstung, ein Kameramann mit geschulterter Kamera und eine Journalistin mit Mikrofon trotz großem Abstand zur Zielperson dafür sorgten, dass ein Hund nicht mehr bis zur Zielperson gegangen ist, sondern am Ende ausgewichen ist. Ich hatte den Abstand des Dreh-Teams zur Zielperson nicht weit genug gestaltet.
Natürlich haben wir dann die Zielperson zum Hund geschickt und so für einen erfolgreichen Abschluss gesorgt. Und natürlich gab es nach den Dreharbeiten für diesen Hund noch einen ganz einfachen Trail ohne eine besondere Herausforderung, um das Training für diesen Hund in Summe gut abzuschließen.
Was sich tatsächlich als kleine Herausforderung darstellte, ist, dass gutes bedürfnisorientiertes Mantrailing nicht wirklich spektakulär aussieht. Zumindest nicht für die Kamera. Vieles von dem, was die Qualität ausmacht, passiert im Kleinen und langfristig – und bekommt genau deshalb oft weniger Aufmerksamkeit, als es verdient.
Und auch wenn wir alle ziemlich nervös waren (wann wird man schon mit Mikro verkabelt und von einem Team vom BR begleitet), konnten wir in Zusammenarbeit ein realistisches Bild von bedürfnisorientiertem Mantrailing zeigen.
Jetzt warten wir alle natürlich sehr gespannt auf den Bericht, der daraus entstehen wird. Der Ausstrahlungstermin ist aktuell noch nicht bekannt.
Train the Trainer
Podcast und Blog:
Neue Teams im Mantrailing. Einstieg und Wechsel sinnvoll gestalten
Neue Teams im Mantrailing bringen selten „nur“ einen Hund mit.
Sie bringen Erwartungen, Erfahrungen, viele Fragen und manchmal auch Nöte mit, die nicht sofort erkennbar sind.
Gerade am Anfang dürfen beide Seiten prüfen, ob ein gemeinsames Training wirklich passt.
Ob sich Menschen sicher und gesehen fühlen.
Und ob wir als Trainer*innen das Team so abholen, wie es das gerade braucht.
Ob wir die gleichen Zielsetzungen für das Training haben.
Und genau deswegen lerne ich beim Mantrailing neue Kundinnen am liebsten in einem Training kennen, bei dem sie ohne Hund als Trainingshelferinnen dabei sind.
In meinem neuen Artikel und in der Podcastfolge nehme ich Dich mit in genau diesen Moment:
👉 Warum das Kennenlernen ohne Hund den entscheidenden Unterschied machen kann
👉 Wie Du Anfängerinnen und Umsteigerinnen sinnvoll einordnest
👉 Und wie ein Einstieg gelingt, der für Mensch und Hund wirklich eine gute Basis legt
Aller Anfang darf leicht sein. ✨
Blog:
Mantrailing für jagdlich ambitionierte Hunde. Mein Beitrag in der SitzPlatzFuss62
Neu im Blog ist der komplette Text meines Artikels in der SitzPlatzFuss 62:
Eines ist sicher: Mantrailing ist nicht automatisch die ideale Beschäftigung für jeden jagenden Hund. Es kann ein Mensch-Hund-Team unglaublich bereichern – oder leider auch das Gegenteil davon. Entscheidend ist, welchen Hund wir vor uns haben und wie wir das Training gestalten.
In diesem Artikel möchte ich Deinen Blick auf Mantrailing dahingehend schärfen, dass Du die wichtigsten Stellschrauben im Training kennenlernst, die gerade bei Hunden mit Jagdleidenschaft entscheiden, ob Frust oder Freude vorherrscht. Beginnen möchte ich jedoch erst mit einer gängigen Grundannahme über Mantrailing, die so nicht korrekt ist.
Mantrailing für jagdlich ambitionierte Hunde
INNsider Membership 🧚♀️
Die Membership wächst weiterhin ohne ihren Charakter des geschützten Raumes zu verlieren. Und sobald die beiden live Masterminds im Monat nicht mehr ausreichen, um allen Kolleg*innen genügend Raum zu bieten, werde ich eine dritte Mastermind pro Monat ansetzen.
Eben mehr als „nur“ Mantrailing…
IBH Weiterbildung aktueller Durchgang
Die ersten Teilnehmer*innen der Weiterbildung haben ihre Prüfung inzwischen erfolgreich abgeschlossen.
Mit dem Nachweis über ausreichende Umsetzung des Gelernten in der Praxis und der bestandenen Lehrprobe gings in das Prüfungsgespräch. Alle Kandidat*innen haben uns im Laufe der Weiterbildung, mit ihrer Fallbeschreibung und Reflexion dazu, sowie dem Prüfungsgespräch überzeugt.
Demnächst werden also fünf weitere Kolleg*innen dieses Logo führen dürfen.
✨ Mantrailing als Enrichment ✨
dog-ibox - Mantrailing als Enrichment
Der rote Faden für das Webinar ist nun fertig. Jetzt bekommen die einzelnen Folien noch ihre Inhalte und optische Aufbereitung.
Darum wird es gehen:
- Die speziellen Herausforderungen beim Mantrailing
- Die fünf Säulen des Enrichment
- Die Chancen von Mantrailing als Enrichment
- Trainingsansatz, wenn Enrichment das Ziel ist
- Trainingsablauf durch die Enrichment-Brille
- Anleitung der trailenden Teams
- Wohlbefinden als Wegweiser
Für nächste Woche habe ich eine Generalprobe geplant. Mal sehen, ob ich die geplanten 90 Minuten erreiche oder drastisch sprenge.
Du kannst gar nicht genug über Mantrailing als Enrichment hören?
Gerne auch als Empfehlung zum Weiterleiten.
Gruppenangebote auf Communi
Über Communi habe ich im März zwei begleitende Gruppen zum Buch aufgebaut und sehr klar konstruiert. Für beide Gruppen habe ich Kategorien, Inhalte, Leistungen und auch die bewussten Grenzen definiert – also festgelegt, was dort Platz hat und was nicht. So entstehen Räume, die Orientierung geben und deren Rahmen ich auch bei wachsender Gruppengröße bewusst und verlässlich halten kann.
Die erste Gruppe richtet sich an ✨ Hundemenschen: ein ruhiger Anschluss an das Buch für Einordnung, Verständnisfragen und Austausch – ohne individuelle Trainingsberatung oder Fallanalysen. Grundlage ist das Lesen des Buches. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die zweite Gruppe ist für 🪄 Trainer*innen und Leitungen von Gruppen gedacht, die fachlich tiefer einsteigen möchten. Auch hier setze ich die Inhalte des Buches als Grundlage voraus. Hier arbeite ich mit strukturierter Einordnung, Reflexion und moderierten Fragestellungen – ebenfalls klar abgegrenzt von individueller Begleitung. Die Teilnahme ist kostenpflichtig.
Zugang kostenfrei
🪄 Fachgruppe für Trainer*innen und Gruppenleitungen
🛒 Zugang über Copecart
Die INNsider Hundewiese im April
Es grünt und blüht
Der Gärtner war da! Jetzt schaut der Sinnesgarten wieder aus wie ein Garten. Und es haben doch die meisten Stauden den Winter überstanden und sind immer noch da.
Die entstandenen Lücken werden noch mit den Pflanzen aufgefüllt, die sich bewährt haben – oder einfach ganz besonder schön waren im letzten Sommer. So wird auch dieses Jahr wieder ein Bronze-Fenchel einziehen. Mal sehen, ob auch die Schwalbenschwanz-Raupen ihn wieder finden werden.
Auch dieses Jahr steht der Zierapfel wieder voll in Blüte. Es ist jetzt schon ein wunderbarer Duft und eine Augenweide.
Seht selbst:
Rasenmähen auf der Hundewiese
Ich werde ab Anfang Mai wieder beginnen, den Rasen auf der Hundewiese zu mähen. Und es wird wieder den Rasenmähreport auf der News Seite geben.
Einige Flächen werden jedoch gemäß der Bewegung „No Mow May“ jetzt und auch im Verlauf des Mai nicht gemäht werden.
Hundetraining auf der Hundewiese
Weil es Missverständnisse gab, hier nochmal eine genauere Erklärung. Meine Hundewiese darf nur von Trainer*innen für ihr Hundetraining genutzt werden, wenn das im Vorfeld von mir genehmigt worden ist.
Als Hundetraining zählt:
Wenn gewerbsmäßig Hunde für Dritte betreut, ausgebildet, oder die Bezugspersonen angeleitet werden. Dabei ist es für mich unerheblich, ob das Training bezahlt wird, oder nicht.
Du hast einen Hund und suchst für Deinen Hund kontrollierten Sozialkontakt oder Hundetraining, das auf der Hundewiese stattfindet? Dann wende Dich gerne an Josef Reithmeier:
Mein Buch 🧭
Das eigene Buch nicht nur in den Händen zu halten, sondern auch Menschen den Wunsch nach einer persönlichen Widmungen zu erfüllen ist schon was ganz Besonderes.
Es erreichen mich sehr viele positive Rückmeldungen. Auch bei amazon sind mit Stand 30.4.26 bereits 5 Rezensionen eingegangen.
Das Buch pendelte bei amazon im April zwischen Platz 2 und 22 der Neuerscheinungen bei Hundeerziehung und Hundepflege.
In der SitzPlatzFuss Ausgabe 63 hat Nicole Röder mein Buch vorgestellt. Ich freue mich sehr, dass ich die Vorstellung hier teilen darf:
Hintergrundarbeiten und Persönliches
Die Sache mit der eigenen Komfortzone
Ich bin im April bewusst aus meiner Komfortzone herausgegangen… aber nicht alleine, sondern in wunderbarer Begleitung.
Als ich Ende Januar auf der IBH Weiterbildung „Umgang mit Fehlern“ mit Katja Frey war, habe ich Feuer gefangen. Da entstand der Wunsch nach der Teilnahme an der Trainingsspezialist Weiterbildung. Einer Weiterbildung, bei der es darum geht, meine persönlichen Skills im Training mit Hunden zu stärken. Um vom „Kenn ich“ ins „Kann ich“ zu kommen.
Und weil auch andere befreundete Trainerinnen sich dafür interessierten, entstand schnell ein: „Hey lasst uns die Onlinevariante zusammen machen!“.
Puh… das ist weit außerhalb meiner persönlichen Komfortzone.
… es glaubt mir immer keiner, aber ich habe totales Lampenfieber, wenn es darum geht vor anderen Menschen mit meinen Hunden zu trainieren. Zu tief sitzt noch das furchtbare Gefühl mit Calimero in der Hundeschule, das sich bei mir eingebrannt hat. Aufzufallen, anders zu sein, den Hund nicht „im Griff“ zu haben, blamiert vor der Gruppe dazustehen. Auch wenn ich heute sehr viel differenzierter über diese Situation denke, so liegt dieses Gefühl noch sehr nah unter der Oberfläche.
Ich weiß nicht, ob Du das Gefühl kennst, wenn vor lauter Aufregung die Hände nicht mehr tun, was sie tun sollen und das Hirn einfach nicht mehr funktioniert, sondern irgendwie im Überlebensmodus ist. Wenn das Nervensystem im Alarmzustand ist.
Was ich dabei so spannend finde: Kaum einer, der mich aus meinen Seminaren oder Webinaren kennt, kann sich das vorstellen. Denn das ist meine Komfortzone. Darin bewege ich mich sicher und komme aus mir heraus.
Katja bietet bei dem Trainingsspezialist allerdings auch die Möglichkeit, nicht vor dem Rest der Gruppe zu trainieren, sondern nur vor Menschen, bei denen ich mir das zutraue. Und so habe ich es gemacht.
Und zusammen mit Bettina, Martina, Conny und Steffie mache ich jetzt diese Weiterbildung.
Fortbildungen
An diese Fortbildungen habe ich im April teilgenommen:
- Trainingsspezialist – Modul 1 Katja Frey
- Dr. Ute Blaschke-Berthold: Dein Hund und die Fähigkeit der Entspannung (Vortrag Aufzeichnung)
- Iris Aicher (ehemals Schöberl): Onlinekurs Narben auf der Seele
- Bianca Fritz: WortKost & Empathisch Texten
Gedanken im April
Der April ist genau die Mitte der heißesten Phase meines Arbeitsjahres. Seminare, Mantrailing Woche und dann auch Modul 1 vom Trainingsspezialist und die Abschluss-Prüfungen der IBH-Weiterbildung . Die Phase, in der langsam das Mähen des Rasens der Hundewiese und das Bewässern des Sinnesgarten beginnt.
Es war also ein sehr voller Monat. Wenig Zeit zum Luft holen, vom vollen März erholen – wissend, dass der Mai mindestens genauso voll wird.
Und dennoch freue ich mich immer sehr auf die Seminare im Frühling, bekannte Mensch-Hund Teams wieder zu sehen und neue Teams kennenzulernen. Menschen in die Welt des Mantrailing als Enrichment einzuführen, kleine Schrauben im Training zu drehen und große Wirkung zu erhalten. Die Idee des bedürfnisorientierten Mantrailing Trainings an Kolleg*innen weiterzugeben.
Trocken und bei angenehmen Temperaturen zu erleben, zu welchen Meisterleistungen unsere Hunde mit ihrer Nase fähig sind. Und dann alle mit einem Glitzern in den Augen vom Training heimfahren.
Du & Dein Hund – Findet Euren Weg!
Deine Astrid
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